Akute Unfallhilfe

Hilfe rufen

Heute sind wir in der glücklichen Lage, meistens ein Handy griffbereit zu haben um damit Hilfe zu rufen. Sinnvoll kann es sein, ein ausrangiertes Handy (auch ohne SIM-Karte) im Auto samt Kfz-Ladekabel zu deponieren. Die Notrufnummern 112 für die Feuerwehr oder 110 für die Polizei funktionieren auch ohne eingesetzte Karte.

Kommt Ihr Auto auf der Autobahn zum Stehen, gibt es die Möglichkeit, sich über Notrufsäulen Hilfe zu verständigen. Auf den Straßenbegrenzungspfosten sind kleine Pfeile angebracht, die Sie zur nächsten Notrufsäule führen. Der genaue Standort ist auf der Gegensprechanlage der Notrufsäule vermerkt.

Wenn Sie einen Unfall melden, denken Sie an die fünf W:

  1. Wo geschah es?
  2. Was geschah?
  3. Wie viele Verletzte?
  4. Welche Verletzungen liegen vor?
  5. Warten auf Rückfragen

Notrufnummern für die verschiedenen Pannendienste in Deutschland:

ADAC: 0180/2 22 22 22, über Handy: 22 22 22
AvD: 0800/990 990 0
ACE: 0180/2 34 35 36

Nach dem Unfall

Können Sie Ihre Versicherungsunterlagen nicht finden oder haben Sie in der Aufregung vergessen, den Unfallgegner nach seiner Versicherung zu fragen, so können Sie den Zentralruf der Autoversicherer bemühen. Die Nummer lautet: 0180 / 25 0 26 und ist jeden Tag 24 Stunden erreichbar. Weitere Infos finden Sie unter www.notfon-d.de und www.zentralruf.de.

Hinweis: Auch wenn Ihnen keine Schuld am Unfall zukommt, so sollten Sie Ihre Versicherung innerhalb einer Woche darüber informieren. Telefonisch Hilfe rufen Polizei: 110 Feuerwehr: 112 Über die orangenen Notrufsäulen, die an Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen aufgestellt sind, oder über die mobile Notrufnummer der Autoversicherer können Sie Hilfe rufen. In beiden Fällen landen Sie in der Notrufzentrale der Autoversicherer in Hamburg. Mobile Notrufnummer: 0800 NOTFON D (0800 – 66 83 66 3) Sollten Sie Ihre Position nicht genau kennen, können Sie, Ihre Zustimmung vorausgesetzt, über Ihr Handy geortet werden.

Unfall im Europäischen Ausland

Fand der Unfall innerhalb der Europäischen Union, Norwegen, Liechtenstein oder Island statt, so können Sie mit der Regulierung des Schadens warten, bis Sie wieder in Deutschland sind. Wenn Sie beim Zentralruf der Autoversicherer anrufen (0180/25 0 26), so erfahren Sie, wer der zuständige Regulierungsbeauftragte ist und sich um das weitere Vorgehen kümmert. Besonders wichtig ist, am Unfallort die Beweise entsprechend gesichert zu haben. Ein ausgefüllter und von beiden Parteien unterschriebener Europäischer Unfallbericht kann besonders nützlich sein. Diesen Bericht bekommen Sie in zehn Sprachen kostenlos im Internet unter www.versicherung-und-verkehr.de herunterladen.

Blechschaden: was nun?

1.) Unfallstelle sichern: Warnblinker einschalten und Warndreieck in sicherer Entfernung aufstellen (je nach Geschwindigkeit des Verkehrs in 50 – 150 m Entfernung). In der Stadt auf einer viel befahrenen Straße kann es sinnvoll sein, das Warndreieck direkt auf das Dach des letzten Fahrzeugs zu stellen.
2.) Schauen Sie sich um, wer den Unfall beobachtet hat und lassen Sie sich Namen und Anschrift der Zeugen geben.
3.) Fotografieren Sie die Unfallstelle möglichst mit markanten Punkten (Straßenschilder, Bäume usw.), an denen man die Position der Fahrzeuge ablesen kann. Halten Sie die Position der Räder der Fahrzeuge mit einem Stück Kreide (häufig im Verbandskasten) fest. Passiert der Unfall im Winter auf schneebedeckter Fahrbahn, ist es besonders wichtig, Fotos zu machen, da im Schnee keine bleibenden Bremsspuren entstehen. Den Anfang der Bremsspuren können Sie farblich durch das Platzieren von Gegenständen (z.B. Handschuhe oder ähnliches hervorheben.
4.) Räumen Sie die Unfallstelle nun zügig, um den Verkehrsfluss nicht unnötig zu behindern.
5.) Füllen Sie am besten mit allen Beteiligten gemeinsam einen Europäischen Unfallbericht aus. Geben Sie am Unfallort auf keinen Fall eine Schuldbekenntnis ab. Ein solches Formular bekommen Sie von Ihrer Kfz-Versicherung oder vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft oder im Internet unter z. B.: www.versicherung-und-verkehr.de.
6.) Falls es sich um einen größeren Unfall handelt, es Verletzte gibt, Sprachprobleme vorliegen, ein ausländisches Fahrzeug am Unfall beteiligt ist oder die Sachlage nicht eindeutig ist, sollten sie auf jeden Fall die Polizei rufen.
7.) Auf Fragen der Polizei sollten Sie nur antworten, wenn Sie sich dabei nicht selbst belasten. Ein Verwarnungsgeld von max. 39 Euro sollten Sie nur akzeptieren, wenn Sie eindeutig den Unfall verschuldet haben.

Abschleppen mit Seil oder Stange

Zum Abschleppen darf das Seil bzw. die Abschleppstange nur an den dafür vorgesehenen Stellen angebracht werden. In der Regel befindet sich vorne rechts und hinten rechts eine Abschleppöse. Oft sind diese jedoch hinter einer Abdeckung versteckt, die erst entfernt werden muss, oder es handelt sich um eine abnehmbare Abschleppöse, die erst noch eingeschraubt werden muss. Die abnehmbaren Abschleppösen werden meist beim Ersatzreifen bzw. beim Bordwerkzeug gelagert. Näheres finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs.

ACHTUNG: Bei nicht laufendem Motor funktionieren Bremskraftverstärker und Servolenkung nicht, daher ist mehr Kraft zum Lenken und Bremsen erforderlich.

  1. Abschleppösen freilegen bzw. einschrauben und das Abschleppseil einhaken.
  2. Die Zündung einschalten (Damit das Lenkradschloss nicht einrasten kann und Bremsleuchten, Blinker, Hupe usw. funktionieren).
  3. Getriebe in Leerlaufstellung bringen, bei Automatikgetriebe in Neutralstellung >>N<<.
  4. Warnblinkanlage an beiden Fahrzeugen einschalten, ggf. Warndreieck sicher auf Hutablage stellen.

Das Abschleppseil sollte während des Abschleppens ständig unter Spannung stehen, damit Schäden durch abruptes Ziehen vermieden werden. Das ziehende Fahrzeug sollte aus demselben Grund die Kupplung beim Anfahren und Schalten etwas schleifen lassen.

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