1.) Unfallstelle sichern: Warnblinker einschalten und Warndreieck in sicherer Entfernung aufstellen (je nach Geschwindigkeit des Verkehrs in 50 – 150 m Entfernung). In der Stadt auf einer viel befahrenen Straße kann es sinnvoll sein, das Warndreieck direkt auf das Dach des letzten Fahrzeugs zu stellen.
2.) Schauen Sie sich um, wer den Unfall beobachtet hat und lassen Sie sich Namen und Anschrift der Zeugen geben.
3.) Fotografieren Sie die Unfallstelle möglichst mit markanten Punkten (Straßenschilder, Bäume usw.), an denen man die Position der Fahrzeuge ablesen kann. Halten Sie die Position der Räder der Fahrzeuge mit einem Stück Kreide (häufig im Verbandskasten) fest. Passiert der Unfall im Winter auf schneebedeckter Fahrbahn, ist es besonders wichtig, Fotos zu machen, da im Schnee keine bleibenden Bremsspuren entstehen. Den Anfang der Bremsspuren können Sie farblich durch das Platzieren von Gegenständen (z.B. Handschuhe oder ähnliches hervorheben.
4.) Räumen Sie die Unfallstelle nun zügig, um den Verkehrsfluss nicht unnötig zu behindern.
5.) Füllen Sie am besten mit allen Beteiligten gemeinsam einen Europäischen Unfallbericht aus. Geben Sie am Unfallort auf keinen Fall eine Schuldbekenntnis ab. Ein solches Formular bekommen Sie von Ihrer Kfz-Versicherung oder vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft oder im Internet unter z. B.: www.versicherung-und-verkehr.de.
6.) Falls es sich um einen größeren Unfall handelt, es Verletzte gibt, Sprachprobleme vorliegen, ein ausländisches Fahrzeug am Unfall beteiligt ist oder die Sachlage nicht eindeutig ist, sollten sie auf jeden Fall die Polizei rufen.
7.) Auf Fragen der Polizei sollten Sie nur antworten, wenn Sie sich dabei nicht selbst belasten. Ein Verwarnungsgeld von max. 39 Euro sollten Sie nur akzeptieren, wenn Sie eindeutig den Unfall verschuldet haben.