Vorsorge: Reifen, Motor, Flüssigkeiten…

Marderbisse am Kühlwasserschlauch

Kleinere Bissstellen an zugänglichen  Stellen können u. U. mit einem guten Isolierband/ Panzertape  notdürftig (bis zur nächsten Werkstatt) geflickt werden. Falls dies nicht möglich ist verständigen Sie einen Pannendienst oder die nächste Fachwerkstatt.

Gefahren durch den Airbag

Airbags können den Passagieren nur helfen, wenn sie sich in der richtigen Sitzposition befinden. Sitzt der Fahrer oder Beifahrer zu dicht am Airbag, kann eine Auslösung schwere Folgen haben oder sogar tödlich enden. Sie sitzen richtig, wenn Sie angegurtet sind, den Rücken an der Lehne haben und die Arme leicht gebeugt sind, der Abstand des Oberkörpers zum Lenkrad sollte bei ca. 30 cm liegen. Weitere Gefahren gehen bei einer Airbagzündung durch folgende Verhaltensweisen aus:

  • Rauchen, besonders Pfeiferauchen
  • Das Trinken aus Bechern, Dosen oder Flaschen
  • Das Telefonieren mit dem Handy am Ohr

Liebe Beifahrer, bitte legt Eure Beine nicht auf das Armaturenbrett! Dieses Verhalten kann bei einem Unfall zu sehr tragischen oder sogar tödlichen Verletzungen führen.

Wird ein Reboardkindersitz auf dem Beifahrersitz montiert, muss der Beifahrerairbag von einer Fachwerkstatt oder vom Fahrer über das Menü oder einen Schlüsselschalter deaktiviert werden. Verfügt das Fahrzeug über Seitenairbags im Fondbereich, müssen diese deaktiviert werden, wenn Kinder im Kindersitz auf der Rücksitzbank platziert sind. Dasselbe gilt, wenn sich mitreisende Erwachsene nicht in der korrekten Sitzposition befinden (z. B. Schlafen mit dem Kopf an der Seitenscheibe). Siehe Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs!

Scheibenwischer / Scheibenwaschwasser

Zeitaufwand: 3 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

An Tankstellen gibt es fast immer die Möglichkeit, den Scheibenwaschwasserbehälter kostenlos mit Wasser nachzufüllen. Um Ihre Scheibe wirklich sauber zu bekommen, sollten Sie allerdings zuerst einen Scheibenreiniger ins Wasser füllen, den Sie z. B. auch an der Tankstelle (günstiger jedoch z. B. in Baumärkten) bekommen. Für den Winter gibt es Scheibenwaschwasser-Frostschutz, der verhindert, dass die Spritzdüsen zufrieren. So ist ein Reinigen der Scheibe auch bei Minusgraden möglich, ohne dass sie Flüssigkeit auf der Scheibe festfriert. Brennspiritus eignet sich nicht wirklich als Alternative zum Scheibenwaschwasser-Frostschutz, da er Gummiteile angreift.

Vorsicht: Verwechseln Sie nicht den Kühlerfrostschutz mit dem Frostschutz für die Scheibenwaschanlage!

Die Scheibenwischerblätter sollten von Zeit zu Zeit auf Funktion und Rissbildung geprüft werden. Wenn die Wischerblätter schmieren oder einzelne Stellen der Scheibe nicht reinigen, so wird es Zeit, sich neue zu besorgen. Die Scheibenwischerblätter sind bei fast allen Fabrikaten recht einfach zu wechseln. Vorsicht ist nur geboten beim Abnehmen und Aufsetzen des Wischerarms: Sollte der Wischerarm während des Wechselns aufgrund der Federspannung gegen die Windschutzscheibe knallen, so kann die Windschutzscheibe ernsthaft beschädigt werden.

Tipp: Günstiger als die ganzen Wischerblätter zu kaufen kann es sein, sich im Fachhandel nur die Wischergummis zu besorgen. Allerdings kann der Wechsel für Ungeübte zu einer echten Fummelarbeit ausarten.

Wenn die Spritzdüsen verstopft sind, kann man die Düsen mit Druckluft reinigen. Dazu wird der Schlauchstutzen abgezogen und vor die Spritzdüse ein Lappen gelegt. Die Düse anschließend in Spritzrichtung und ggf. auch entgegen der Spritzrichtung durchblasen! Sind die Spritzdüsen verstellt, so kann man diese bei einigen Herstellern mit Hilfe einer größeren Nadel einstellen, indem man sie in die Düse steckt und in die gewünschte Richtung bewegt. Die Prüfspitze einer Prüflampe ist hierzu ganz gut geeignet. Sie sollten allerdings vorsichtig vorgehen, um nicht versehentlich beim einstellen ihren Lack zu zerkratzen.

Kupplungsflüssigkeit

Zeitaufwand: 1 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

Einige Fahrzeuge mit Schaltgetriebe besitzen eine hydraulische Kupplung. Bei manchen Fahrzeugen wird die Kupplungsflüssigkeit vom Vorratsbehälter der Bremsflüssigkeit abgezweigt, andere haben einen separaten Vorratsbehälter. Ist ein separater Behälter vorhanden, muss der Flüssigkeitsstand auch hier zwischen der Min.- und Max. -Markierung liegen. Sollten Sie Flüssigkeit nachfüllen müssen, so ist es angebracht, bei nächster Gelegenheit eine Werkstatt aufzusuchen, da es sich auch hier um ein geschlossenes System handelt, aus dem keine Flüssigkeit verloren gehen darf. Für gewöhnlich funktioniert die hydraulische Kupplung auch mit Bremsflüssigkeit. Für nähere Informationen, welcher Bremsflüssigkeitstyp (DOT-Nr.) zu verwenden ist und ob ihr Fahrzeug überhaupt über eine hydraulische Kupplung verfügt, schauen Sie bitte in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs nach.

Servolenkungsöl

Zeitaufwand: 1 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

Auch für diese Flüssigkeit gibt es einen Vorratsbehälter. Entweder der Behälter verfügt von außen oder innen über eine Min.- und Max.-Markierung oder der Deckel des Vorratsbehälters ist als Ölmessstab ausgeführt. Im zweiten Fall gehen Sie wie beim Prüfen des Motorölstandes vor. Sind die Markierungen innerhalb des Behälters angebracht, werden Sie bei richtigem Ölstand nur die Max.- und bei zu hohem Ölstand gar keine Markierung sehen. Manche Hersteller haben eine Markierung für den kalten und eine Markierung für den warmen Motor angebracht. Ist zu wenig Öl im Vorratsbehälter, sollten Sie in Ihrer Bedienungsanleitung nachschauen, welches Öl für ihr Fahrzeug zugelassen ist und den Ölstand anschließend ins obere Drittel bis kurz unter die Max. -Markierung auffüllen. Überfüllen Sie den Vorratsbehälter aber nicht!

Anmerkung: Die Servolenkung ist ein geschlossenes System, daher kann grundsätzlich kein Öl verloren gehen. Kleine Verluste sind über die Jahre allerdings möglich. Ist die Menge, die nachgefüllt werden muss, mehr als wenige Milliliter, so sollten Sie unverzüglich eine Werkstatt aufsuchen, um die Undichtigkeit beseitigen zu lassen. Fahrzeuge mit rein elektrischer Servolenkung benötigen kein Öl.

Bremsflüssigkeit

Zeitaufwand: 1 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

Auch bei diesem Behälter können Sie schon von außen erkennen, ob sich der Flüssigkeitsstand zwischen Min.- und Max. -Markierung befindet. Befindet sich der Bremsflüssigkeitsstand nahe der minimalen Markierung, ist dies in der Regel ein Zeichen für abgenutzte Bremsbeläge. Da die Bremsanlage ein geschlossenes System ist, wird der Bremsflüssigkeitsstand wieder in Ordnung sein, nachdem neue Beläge und unter Umständen neue Scheiben eingesetzt wurden. Es ist also, solange keine Undichtigkeit vorliegt, nicht erforderlich Bremsflüssigkeit nachzufüllen. Ein Hinweis für eine Undichtigkeit ist die rasche Abnahme des Flüssigkeitsstandes im Bremsflüssigkeitsbehälter. Können Sie diese nicht ausschießen, sollten Sie vorsichtig aber umgehend die nächste Werkstatt aufsuchen. Befindet sich der Bremsflüssigkeitsstand deutlich unter der Minimalmarkierung, sollten Sie das Fahrzeug auf keinen Fall weiter bewegen und einen Fachmann um Hilfe bitten. Über die Bremsflüssigkeit wird die Bremskraft auf die Räder übertragen. Fehlt Bremsflüssigkeit oder ist die Anlage undicht, kann das Fahrzeug nicht mehr abgebremst werden.

Kühlflüssigkeit

Zeitaufwand: 2 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

Das Kühlmittel hat zusammen mit der Wasserpumpe und dem Kühler die bedeutende Aufgabe, den Motor vor Überhitzung zu schützen.

ACHTUNG: Den Verschlussdeckel nie bei heißem Motor öffnen. Das Kühlsystem steht unter Druck und es besteht Verbrühungsgefahr!

  • In der Regel reicht hier ein Blick von außen um zu sehen, ob sich die Kühlflüssigkeit innerhalb der Minimal- und Maximalmarkierung befindet. Wenn der Deckel zur Kontrolle geöffnet werden muss, so sollten Sie dies mit größter Vorsicht und nur bei kaltem Motor tun. Die Markierungen beziehen sich grundsätzlich auf den kalten Motor bei ca. 20°C. Bei Temperaturen deutlich über 20°C darf der Wasserstand etwas höher liegen.
  • Um eine Verdünnung des Kühlmittels zu vermeiden, sollte nur in Notfällen reines Wasser nachgefüllt werden. Welchen Kühlerfrostschutz Sie nachfüllen dürfen, steht auf dem Ausgleichsbehälter und in der Bedienungsanleitung des Herstellers. Inzwischen gibt es Frostschutzmittel, die für alle Motoren geeignet sind.
  • Schrauben Sie den Deckel anschließend unbedingt wieder fest auf den Ausgleichsbehälter. Während der kalten Jahreszeit muss zusätzlich sichergestellt sein, dass der Motor nicht einfrieren kann. Um dies zu prüfen, gibt es Frostschutzprüfer. Diese werden mit Kühlmittel vollgesaugt und zeigen anschließend auf einer Skala an, bis zu welcher Temperatur der Frostschutz nicht einfriert. Gute Tankstellen leihen diesen Frostschutzprüfer gerne an ihre Kunden aus.

Bild: Auf dem Ausgleichsbehälter gibt es in der Regel zwei Markierungen, zwischen denen sich der Kaltwasserstand der Kühlflüssigkeit befinden muss.

Hinweis: Wenn bereits Wasser oder Frostschutz nachgefüllt wurde, kann diese Prüfung erst wieder nach der nächsten längeren Fahrt und in kaltem Zustand durchgeführt werden.

Motorölstand

Zeitaufwand: 1 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

Regelmäßiges Überprüfen des Ölstandes ist sehr wichtig, um eine lange Lebensdauer ihres Motors zu gewährleisten. Selbst neue Motoren verbrauchen z. T. so viel Öl, dass Sie zwischen den regulären Ölintervallen Motoröl nachfüllen müssen. Aus diesem Grund sollten Sie stets 1 Liter Motoröl im Fahrzeug mitführen. Welches Motoröl Sie einfüllen dürfen, entnehmen Sie bitte der Betriebsanleitung ihres Fahrzeugs. Um den Ölstand zu prüfen, muss das Fahrzeug absolut eben stehen.

  • Ziehen Sie den Ölmessstab komplett aus seiner Halterung und wischen ihn mit einem Lappen sauber.
  • Danach schieben Sie den Ölmessstab wieder in seine Halterung, bis er einrastet.
  • Jetzt ziehen Sie den Ölmessstab wieder heraus. Der Ölstand muss zwischen der Min- und Max-Markierung liegen.
  • Ist der Ölstand relativ nahe an der unteren Markierung, so sollten Sie den Öleinfülldeckel abnehmen und ggf. mit Hilfe eines Trichters ca. ¼ Liter Motoröl nachgießen.
  • Wollen Sie den Ölstand kontrollieren, nachdem Sie Motoröl nachgefüllt haben, so müssen Sie den Motor zuerst kurz laufen lassen und anschließend mind. 1 Min. warten, bis das Öl wieder in die Ölwanne zurückgeflossen ist.
  • Vergewissern Sie sich, dass Ölmessstab und Öleinfülldeckel wieder eingerastet sind und wischen Sie eventuell entstandene Ölspritzer auf dem Motor mit einem Lappen ab.

Hinweis: Die Ölmenge zwischen Max- und Min-Markierung beträgt in der Regel nur ca. ½ bis 1 Liter. Füllen Sie also nicht zu viel Öl auf einmal nach. Ist zu wenig Öl im Motor, gefährdet das die Schmierung. Ist dagegen deutlich zu viel Öl im Motor, ist dies ebenfalls ungünstig für die Schmierung (Aufschäumung des Öls) und darüber hinaus für die Lebensdauer des Katalysators.{iarelatednews articleid=”49″}

Wichtige Bauteile unter der Motorhaube

1.) Kühlmittelausgleichsbehälter, 2.) Fahrzeugtypenschild mit Fahrzeugident-Nr. 3.) Öleinfülldeckel 4.) Ölmessstab 5.) Vorratsbehälter für die Bremsflüssigkeit 6.) Pluspol der Batterie 7.) Minuspol der Batterie (ist etwas kleiner als der Pluspol) 8.) Sicherungskasten

Wartung und Pflege

Man kann einiges tun, um eine Panne schon im Vorfeld zu vermeiden und gleichzeitig die Lebensdauer und Verlässlichkeit des Fahrzeugs zu erhöhen. Die Arbeiten, die ich Ihnen im folgenden Kapitel zeige, sind – einmal geübt – weder besonders zeitaufwändig noch schwierig, und man bleibt (von den Händen mal abgesehen) von größerem Schmutz verschont. Führen Sie diese Kontrollarbeiten in Zukunft regelmäßig, z. B. einmal die Woche durch. So können Sie Mängel frühzeitig erkennen, bevor sie sich in größerem Maße negativ auf den Betrieb Ihres Wagens auswirken. Wenn Sie sich gewisse Arbeiten nicht zutrauen, so überlassen Sie diese besser einem Fachmann. Machen Sie nur die Arbeiten, bei denen Sie sicher sind, dass Sie Sie auch ordentlich und richtig ausführen können und ihre Bedienungsanleitung damit konform geht.

Tipp: Sollten Sie Schwierigkeiten haben, Bauteile an ihrem Fahrzeug zu finden oder einzelne Arbeiten durchzuführen, so lassen sie sich diese von einem Fachmann bei Ihrem nächsten Werkstattbesuch zeigen.

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