Die Starterbatterie

Batterie nachladen

Ist Ihre Batterie entladen, weil Sie z. B. versehentlich die Innenraumleuchte brennen ließen, so ist es sehr nützlich, ein Ladegerät greifbar zu haben, um die Batterie wieder aufzuladen, vorausgesetzt Sie benötigen Ihr Fahrzeug in den nächsten Stunden nicht. Ansonsten können Sie Ihr Fahrzeug nur mit einer Fremdstarthilfe, durch Anschieben oder Anschleppen wieder zum Fahren bringen.

Wenn Sie sich ein Ladegerät zulegen wollen, empfehle ich Ihnen ein Ladegerät zu kaufen, welches Sie an die Batterie anschließen können, ohne die Batterie abklemmen zu müssen. Vorteilhaft daran ist, dass Sie sowohl den Radiocode, die gespeicherten Radiosender als auch die Uhrzeit nicht neu eingeben müssen. Oft sind auch noch andere elektrische Speicher im Auto vorhanden, die somit auch nicht verloren gehen. Wenn Sie ein Ladegerät haben, von dem Sie nicht wissen, ob Sie es direkt an die Batterie anklemmen dürfen, so gehen Sie besser auf Nummer Sicher: Lösen Sie die Klemmschraube am Batterie-Minuspol und legen Sie das Kabel zur Seite. Das rote Kabel (+) des Ladegeräts muss an den größeren Pluspol und das schwarze Kabel (-) an den kleineren Minuspol der Batterie angeschlossen werden. Jetzt können Sie das Ladegerät einschalten bzw. den Netzstecker einstecken.

Batterie Alter und Lebensdauer

Batterielebensdauer: Batterien halten abhängig von Qualität, Dauer und Intensität des Entladeund Ladestroms unterschiedlich lange. Dennoch kann man aus Erfahrungswerten von einer durchschnittlichen Lebensdauer von drei bis fünf Jahren ausgehen.

Batteriealter bestimmen: Wann Ihre Batterie hergestellt wurde, ist üblicherweise auf dem Minuspol eingeschlagen, andernfalls sollte die Werkstatt das Einbaudatum auf der Batterie vermerkt haben.

Magisches Auge

Batterien mit „magischem Auge“ geben dem Fahrer eine einfache Rückmeldung über dem Zustand der Batterie:

  • grün: Die Batterie ist gut geladen.
  • schwarz: Die Batterie ist halb geladen.
  • weiß: Die Batterie ist defekt.

Batterie Ladezustand

Über eine Spannungsmessung ermittelnZeitaufwand: 1 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

Eine voll geladene Batterie hat, solange kein Verbraucher eingeschaltet ist, eine (Ruhe-)Spannung von 12,72 Volt. Eine entladene Batterie hat eine Ruhespannung von 11,88 Volt. Eine entladene Batterie wird es grundsätzlich nicht schaffen, Ihr Fahrzeug zu starten. Folglich ist es möglich, über die Batteriespannung Rückschlüsse auf den Ladezustand der Batterie zu ziehen. Die Sache hat allerdings einen Haken: Ist die Batterie kürzlich durch den Generator oder ein Ladegerät geladen worden, so kann die Ruhespannung deutlich höher liegen und ein Rückschluss auf den Ladezustand ist nicht möglich. Um von der Ruhespannung auf den Ladezustand der Batterie schließen zu können, darf die Batterie in den letzten 12 Std. vor der Messung nicht geladen worden sein. Am besten prüft man die Batterieruhespannung infolgedessen am Morgen, nachdem die Batterie über Nacht genug Zeit hatte, um auf ihr eigentliches Spannungsniveau zu sinken.

Hinweis: Die Ruhespannung der Batterie muss mindestens 12,3 Volt betragen, d. h. die Batterie muss halb geladen sein, um den Motor starten zu können.

Batterie ist vollständig geladen. Ruhespannung= 12,72 Volt

 

Batterie ist vollständig entladen. Ruhespannung= 11,88 Volt Mit dieser Spannung kann die Batterie nicht genug Strom liefern, um das Fahrzeug zu starten.

Hinweis: Sinkt die Spannung noch mehr, spricht man von einer tief entladenen Batterie.

Ladezustand mit einem Batteriesäureprüfer (Aärometer) ermitteln: Zeitaufwand: 2 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

Eine genauere, allerdings auch etwas aufwändigere Prüfung des Ladezustandes ist mit dem Aärometer möglich – genauer, weil der Ladezustand jeder Batteriezelle geprüft wird. Diese Prüfung kann auch durchgeführt werden, kurz nachdem die Batterie durch den Generator oder ein Ladegerät geladen wurde. Dies ist allerdings nur bei Batterien möglich, bei denen der Hersteller die Öffnung der Zellen (i. d. R. mit Schraubdeckeln) vorgesehen hat. Eine Prüfung des Ladezustandes ist besonders sinnvoll, wenn die Batterie zuvor ausreichend geladen wurde. Dann kann nämlich getestet werden, ob alle Zellen der Batterie eine Ladung aufgenommen haben. Vorsicht: Beim Umgang mit Batteriesäure besteht Verätzungsgefahr. Schon kleinste Säurespritzer sind gefährlich und fressen Löcher in Textilen und den Lack.

Vorgehensweise:

  • Tragen Sie Schutzhandschuhe und einen Augenschutz!
  • Alle Verbraucher ausschalten!
  • Verschlussdeckel mit einem Geldstück oder einem großen Schraubendreher aufdrehen und zur Seite legen.
  • Den Batteriesäureprüfer ganz in die Zelle eintauchen und soviel Säure ansaugen, bis der sog. Schwimmer frei in der Säure schwimmt.
  • Auf dem Schwimmgewicht befindet sich eine Skala: An der Stelle, an der das Gewicht ins Wasser taucht, ist die Säuredichte abzulesen.

Eine voll geladene Batterie hat eine Säuredichte von 1,28 kg/l. Eine entladene Batterie hat eine Säuredichte von nur noch 1,14 kg/l. Erreicht eine Batterie auch nach längerer Ladedauer keinen (hohen) Säuredichtewert zwischen 1,26 kg/l und 1,28 kg/l oder weist eine der Zellen einen deutlich niedrigeren Wert auf als die anderen Zellen, so gilt die Batterie als defekt und muss erneuert werden.

Hinweis: Auf dem Aärometer ist die Skala meist farblich abgesetzt: grün: Die Batterie ist gut geladen (Säuredichte = 1,28 kg/l). gelb: Die Batterie ist halb geladen (Säuredichte = 1,20 kg/l). rot: Die Batterie ist entladen (Säuredichte = 1,14 kg/l).

Batterie Warnhinweise

1.) Feuer, Funken, offenes Licht und Rauchen verboten: -

  • Funkenbildung beim Umgang mit Kabeln und elektrischen – Geräten vermeiden!
  • Kurzschlüsse vermeiden!

2.) Augenschutz tragen

3.) Kinder von Säure und Batterien fernhalten

4.) Verätzungsgefahr

  • Batteriesäure ist stark ätzend, deshalb Schutzhandschuhe und Augenschutz tragen
  • Batterie nicht kippen, aus den Entgasungsöffnungen kann Säure austreten

5.) Hinweise auf der Batterie, in der Gebrauchsanweisung und in der Fahrzeugbetriebsanleitung befolgen

6.) Explosionsgefahr:

  • Bei der Ladung von Batterien entsteht ein hochexplosives Knallgasgemisch

Säurestand und Korrosion

Zeitaufwand: 3 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

  • Achten Sie darauf, dass die Anschlüsse der Batterie sauber und nicht korrodiert sind. Korrosion (i. d. R. eine weiße Sulfatschicht) muss entfernt werden, damit ein guter Kontakt zwischen Batterie und Kabelsatz entsteht.
  • Wenn die einzelnen Zellen der Batterie mit Deckeln verschlossen sind, so öffnen Sie diese mit einem Geldstück, um den Säurestand der einzelnen Zellen zu kontrollieren. Wenn Sie nun in die Öffnung einer Zelle schauen, sehen Sie Bleiplatten, die mit Säure mindestens bedeckt sein müssen. Meist gibt es noch eine Markierung, bis zu welcher der Säurestand reichen muss.
  • Wenn der Säurestand zu weit abgesunken ist, muss destilliertes Wasser nachgefüllt werden.

Eine Autobatterie besteht aus 6 Zellen. Jede Zelle hat etwa eine Spannung von 2 Volt. Daraus ergibt sich die Nennspannung einer Auto- bzw. Starterbatterie von 12 Volt.

Vorsicht: Verätzungsgefahr: Batteriesäure ist stark ätzend und greift Lacke, Textilien und Ihre Haut an. Vermeiden Sie daher jeden Kontakt mit der Säure. Beachten Sie die Warnhinweise auf der Batterie!

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