Über eine Spannungsmessung ermittelnZeitaufwand: 1 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

Eine voll geladene Batterie hat, solange kein Verbraucher eingeschaltet ist, eine (Ruhe-)Spannung von 12,72 Volt. Eine entladene Batterie hat eine Ruhespannung von 11,88 Volt. Eine entladene Batterie wird es grundsätzlich nicht schaffen, Ihr Fahrzeug zu starten. Folglich ist es möglich, über die Batteriespannung Rückschlüsse auf den Ladezustand der Batterie zu ziehen. Die Sache hat allerdings einen Haken: Ist die Batterie kürzlich durch den Generator oder ein Ladegerät geladen worden, so kann die Ruhespannung deutlich höher liegen und ein Rückschluss auf den Ladezustand ist nicht möglich. Um von der Ruhespannung auf den Ladezustand der Batterie schließen zu können, darf die Batterie in den letzten 12 Std. vor der Messung nicht geladen worden sein. Am besten prüft man die Batterieruhespannung infolgedessen am Morgen, nachdem die Batterie über Nacht genug Zeit hatte, um auf ihr eigentliches Spannungsniveau zu sinken.

Hinweis: Die Ruhespannung der Batterie muss mindestens 12,3 Volt betragen, d. h. die Batterie muss halb geladen sein, um den Motor starten zu können.

Batterie ist vollständig geladen. Ruhespannung= 12,72 Volt

 

Batterie ist vollständig entladen. Ruhespannung= 11,88 Volt Mit dieser Spannung kann die Batterie nicht genug Strom liefern, um das Fahrzeug zu starten.

Hinweis: Sinkt die Spannung noch mehr, spricht man von einer tief entladenen Batterie.

Ladezustand mit einem Batteriesäureprüfer (Aärometer) ermitteln: Zeitaufwand: 2 Min. – Schwierigkeitsgrad: leicht

Eine genauere, allerdings auch etwas aufwändigere Prüfung des Ladezustandes ist mit dem Aärometer möglich – genauer, weil der Ladezustand jeder Batteriezelle geprüft wird. Diese Prüfung kann auch durchgeführt werden, kurz nachdem die Batterie durch den Generator oder ein Ladegerät geladen wurde. Dies ist allerdings nur bei Batterien möglich, bei denen der Hersteller die Öffnung der Zellen (i. d. R. mit Schraubdeckeln) vorgesehen hat. Eine Prüfung des Ladezustandes ist besonders sinnvoll, wenn die Batterie zuvor ausreichend geladen wurde. Dann kann nämlich getestet werden, ob alle Zellen der Batterie eine Ladung aufgenommen haben. Vorsicht: Beim Umgang mit Batteriesäure besteht Verätzungsgefahr. Schon kleinste Säurespritzer sind gefährlich und fressen Löcher in Textilen und den Lack.

Vorgehensweise:

  • Tragen Sie Schutzhandschuhe und einen Augenschutz!
  • Alle Verbraucher ausschalten!
  • Verschlussdeckel mit einem Geldstück oder einem großen Schraubendreher aufdrehen und zur Seite legen.
  • Den Batteriesäureprüfer ganz in die Zelle eintauchen und soviel Säure ansaugen, bis der sog. Schwimmer frei in der Säure schwimmt.
  • Auf dem Schwimmgewicht befindet sich eine Skala: An der Stelle, an der das Gewicht ins Wasser taucht, ist die Säuredichte abzulesen.

Eine voll geladene Batterie hat eine Säuredichte von 1,28 kg/l. Eine entladene Batterie hat eine Säuredichte von nur noch 1,14 kg/l. Erreicht eine Batterie auch nach längerer Ladedauer keinen (hohen) Säuredichtewert zwischen 1,26 kg/l und 1,28 kg/l oder weist eine der Zellen einen deutlich niedrigeren Wert auf als die anderen Zellen, so gilt die Batterie als defekt und muss erneuert werden.

Hinweis: Auf dem Aärometer ist die Skala meist farblich abgesetzt: grün: Die Batterie ist gut geladen (Säuredichte = 1,28 kg/l). gelb: Die Batterie ist halb geladen (Säuredichte = 1,20 kg/l). rot: Die Batterie ist entladen (Säuredichte = 1,14 kg/l).