Die Spannung: Das Ausgleichsbestreben zwischen verschiedenen Ladungen nennt man elektrische Spannung: Die Spannung (Druck, Kraft) ist die Ursache für einen Stromfluss. Das Ausgleichsbestreben kommt durch einen Potentialunterschied zustande. Dies lässt sich am Beispiel einer Autobatterie gut erklären: Von den Polen der Batterie ausgehend, haben wir am Minuspol einen Elektronenüberschuss und am Pluspol einen Elektronenmangel. Daraus resultiert das Ausgleichsbestreben, das wir dann als Spannung bezeichnen. Die Spannung hat das Formelzeichen U und wird in Volt (Kurzzeichen V) gemessen. Die elektrische Spannung kann symbolisch mit dem Druck in einer Wasserleitung verglichen werden.

Der Strom: Stellt man zwischen den Polen eines Spannungserzeugers eine leitende Verbindung her, so kommt es zu einem Elektronenfluss. Vereinfacht ausgedrückt schiebt der Spannungserzeuger die Elektronen vom negativen Pol durch den Überschuss an freien Elektronen in den Leiter hinein. Diese Elektronen stoßen die im Leiter vorhandenen freien Elektronen in einer Richtung zur positiven Klemme des Spannungserzeugers vor sich her. Während die Elektronenwanderung selbst verhältnismäßig langsam ist (üblich 3 mm/s), sich aber alle freien Elektronen durch die abstoßenden Kräfte gleichzeitig bewegen, hat die Elektrizität im Leiter die sehr große „Fortpflanzungsgeschwindigkeit“ von fast 300.000 km/s. Die durch die Spannung zustande kommende Elektronenbewegung nennt man den elektrischen Strom. Er hat das Formelzeichen I und wird in Ampere (Kurzzeichen A) gemessen.

Der Strom I, der durch einen Leiter fließt, ist umso stärker, je mehr Elektronen sich in einer Zeiteinheit durch den Querschnitt des Leiters bewegen. Zur Messung des Stromes wird ein Strommesser (Amperemeter) in die Leitung geschaltet. Der elektrische Strom kann verglichen werden mit der Wassermenge, die in einer Zeiteinheit durch den Querschnitt der Wasserleitung fließt. Die Bedingung für einen Stromfluss ist zunächst das Vorhandensein einer Spannung und eines geschlossenen Stromkreises.